Linksextremistische Gefahr nimmt zu
Analyse „ArguKompakt": „Linksextremismus im Wandel" der Hanns-Seidel-Stiftung veröffentlicht
Vorsitzender Klaus Holetschek: „Vom Linksextremismus geht in Deutschland eine ernstzunehmende Gefahr aus."
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Neue Analyse „ArguKompakt" der Hanns-Seidel-Stiftung: Linksextremistische Gewalttaten steigen deutlich an
München, XXXX August 2026 – Die Zahl linksextremistischer Straf- und Gewalttaten in Deutschland nimmt deutlich zu. Gleichzeitig verändert sich die Szene: Marxistisch-leninistische Jugend- und Kadergruppen gewinnen an Bedeutung, während Themen wie Wehrdienst, Nahostkonflikt und Klimawandel neue Mobilisierungsmöglichkeiten eröffnen. Das zeigt die neue Analyse „ArguKompakt" der Hanns-Seidel-Stiftung.
Nach den ausgewerteten amtlichen Zahlen wurden zuletzt 8.133 Straftaten als linksextremistisch eingestuft. Gegenüber dem Vorjahr stieg ihre Zahl um fast 40 Prozent, die Zahl der Gewalttaten sogar um 61 Prozent. Auch das linksextremistische Personenpotenzial wuchs von 38.000 auf rund 42.200 Personen.
Prof. Klaus Holetschek, MdL, Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung: „Vom Linksextremismus geht in Deutschland eine ernstzunehmende Gefahr aus. Linksextremistische Gewalttaten haben 2025 um 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Gleichzeitig verändert sich die Szene – organisatorisch, ideologisch und bei den Themen, mit denen sie insbesondere junge Menschen mobilisieren will. Die Konsequenz muss sein, die Sicherheitsbehörden zu stärken, Forschung und Prävention auszubauen und die Auseinandersetzung mit extremistischen Positionen stärker in der schulischen Bildung zu verankern. Unsere neue Analyse ‚ArguKompakt‘ zeigt, wo Politik und Gesellschaft genauer hinschauen müssen.“
Besonders aufmerksam beobachten die Autoren der Analyse den Zulauf zu marxistisch-leninistisch geprägten Jugend- und Kadergruppen. Zugleich versuchen linksextremistische Akteure, an gesellschaftlich breit diskutierte Themen anzuknüpfen und damit neue Zielgruppen zu erreichen. Die Analyse betont dabei, dass Themen wie Klimaschutz, antimilitaristischer Protest oder die Solidarität mit Palästinensern für sich genommen legitime politische Anliegen sind. Extremismusrelevant werden sie dort, wo sie zur Rekrutierung für verfassungsfeindliche Strukturen, zur Legitimation politischer Gewalt oder zur Verbreitung antisemitischer Deutungsmuster genutzt werden.
Über die Autoren:
Dr. Benjamin A. Hahn ist Referatsleiter für Verfassung, Europäische Integration und Innere Sicherheit an der Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Seidel-Stiftung.
Thomas Haslböck leitet das Referat für Gesellschaftlichen Zusammenhalt und Interkulturellen Dialog an der Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Seidel-Stiftung.
Die Analyse „Linksextremismus im Wandel – Wachsende Gewalt, neue Akteure, aktuelle Mobilisierungsfelder“ ist als „ArguKompakt" der Hanns-Seidel-Stiftung erschienen und kann auf hss.de heruntergeladen werden.
Pressekontakt:
Katja Zirkel
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