Geglückter Arztwechsel bei Diabetes / Junge Menschen mit Typ-1-Diabetes empfinden den Übergang zur Erwachsenenmedizin oft als holprig / Das Berliner Transitionsprogramm hilft

Baierbrunn (ots) -

Ab 18 ist es soweit: In Deutschland wechseln junge Menschen mit Typ-1-Diabetes in aller Regel zwischen dem 18. und 21. Lebensjahr in die Erwachsenenmedizin. Der Übergang verläuft bei bis zu vier von zehn der jährlich um die 2000 Patienten schwierig. Manche gehen dann nur noch selten zum neuen Diabetologen - oder gar nicht mehr. "Dadurch verschlechtern sich oft die Zuckerwerte, das Risiko für Komplikationen steigt", erklärt Professor Andreas Neu, Leiter der Diabetesambulanz an der Kinderklinik der Universität Tübingen und Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber".

Der Fallmanager als Begleiter

Um den Übergang zu erleichtern, helfen Angebote wie das Berliner Transitionsprogramm ( www.btp-ev.de). Es soll jungen Menschen mit chronischen Krankheiten den Wechsel (Transition) in die Erwachsenenmedizin erleichtern. Dabei arbeiten alle Beteiligten eng zusammen: Die Anmeldung erfolgt beim Kinder- und Jugenddiabetologen. Anschließend kontaktiert ein Fallmanager den Jugendlichen und seine Eltern. Gemeinsam werden Info- und Dokumentationsunterlagen besprochen und ein Termin beim Erwachsenendiabetologen vereinbart. Ist er mit diesem einverstanden, startet die Übergabe Schritt für Schritt.

Während der gesamten Transition, die circa 1,5 bis 2 Jahre dauert, unterstützt der Fallmanager des Transitionsprogramms die Familien und Ärzte: Er erinnert etwa an Termine und beantwortet Fragen. Viele Kassen übernehmen die Kosten für die Teilnahme, die bundesweit möglich ist.

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