Umfrage: Deutsche haben überwiegend positives Bild der EU

Deutsche haben vor der nahenden Europawahl ein überwiegend positives Bild von der Europäischen Union. Drei von vier Bundesbürgern (76 Prozent) halten die deutsche EU-Mitgliedschaft für eine gute Sache. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Europaparlament veröffentlichte. Vom 23.
bis zum 26. Mai wird ein neues EU-Parlament gewählt, die Daten für die Umfrage wurden zwischen Ende Februar und Anfang März erhoben.

Die deutschen Werte liegen deutlich über denen der restlichen Staaten. 61 Prozent der Europäer sind der Meinung, die EU-Mitgliedschaft ihres Landes sei eine gute Sache. 68 Prozent gaben an, ihr Land profitiere von der EU-Mitgliedschaft. Italien ist das einzige Land, in dem die Mehrheit diese Meinung nicht teilt.

Der EU-Durchschnitt berücksichtigt in der Umfrage alle EU-Staaten ohne Großbritannien. Grund dafür ist, dass der britische EU-Austritt zum Zeitpunkt der Befragung für den 29. März geplant war. Mittlerweile wurde er auf spätestens
Ende Oktober verschoben.

Von den befragten Briten gaben 37 Prozent an, bei einem neuen Referendum für den
Brexit zu stimmen, dagegen würden 45 Prozent für einen EU-Verbleib votieren. 18 Prozent wären sich nicht sicher - diese Zahl wuchs im Vergleich zum Eurobarometer vor einem halben Jahr um sechs Prozentpunkte. Beim Referendum 2016
stimmten knapp 52 Prozent für den Brexit. In Deutschland sind laut Umfrage 80 Prozent der Bürger für einen EU-Verbleib.

Wichtigstes Wahlkampfthema ist für die Deutschen der Klima- und Umweltschutz. Dies gaben 55 Prozent der Befragten an, was einem Plus von 3 Prozentpunkten im Vergleich zum September entspricht. Das Thema Migration verlor acht Punkte und steht mit 48 Prozent an zweiter Stelle. Die aktuelle Situation der EU schätzen viele Europäer trotz der allgemeinen Zustimmung negativ ein. Jeder Zweite gab an, die Dinge entwickelten sich in die falsche Richtung.

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